04 – April 2014

10. 04. 2014 – Die letzte Nacht im Freisinger Klinikum verbracht. Auf der Fahrt nach München merkte ich gestern – schon wieder eine Kolik im Anmarsch. Meine Freundin fackelte nicht lange und holte den Notarzt. Liebevolle Fahrt im Notarztwagen ins Klinikum. “Brauchen Sie noch was? Jetzt ruckelt es gleich. Wir sind gleich da!” Die Bayern scheinen wirklich ein sehr nettes Völkchen zu sein. Komplettes Untersuchungsprogramm als ich meine Vorgeschichte erzählte. Keine Chance nach der krampfstillenden Infusion wieder nach Hause zu kommen. “Wir müssen erst alles untersuchen!” Das war ich von Berlin nicht so gewohnt. Am nächsten Morgen Sonographie – 2 Leute und fast eine Stunde und immer wieder über die selbe Stelle. Da wußte ich, das bedeutet nix Gutes. Die Ärztin bestätigte mir auch vor der Entlassung “Da ist ein geschwollener Lymphknoten, den müssen Sie untersuchen lassen. Unbedingt!” Am 22.04. ist ja sowieso MRT. Aber nun geht die Gedankenmühle wieder los. Scheiße!

22. 04. 2014 – Heute MRT. Diesmal fast eine halbe Stunde drin. Die Röhre ist nicht schlimm, aber der Radiosender, den sie einem auf die Ohren hauen – grausam, Qual, schrecklich, schmerzhaft!

23. 04. 2014 – Anruf Radiologie – morgen neuer Termin. MRT muss wiederholt werden. ???

24. 04. 2014 – Diesmal MRT mit Kontrastmittel und Atemübungen. Radiosender immer noch schrecklich. Wollten aber nicht sagen, ob sie was gefunden haben.

28. 04. 2014 – Anruf Radiologie – sie brauchen  ein CT. Sonst keine Auskunft.

29. 04. 2014 – CT bei der Chefärztin. Diesmal Antwort auf meine Frage, ob sie etwas gefunden haben – ja. Im Anschluß “Es tut mir sehr leid! Da ist ein Rezidiv um die Hauptschlagader, nicht unüblich bei einem Ovarialkarzinom. Das sollten Sie bestrahlen lassen!” Nun habe ich doch ein Schock – es ist so unabänderlich!

Finde einen Weg zur Spree. Sitze, weine, schreie still und laut, egal was Leute denken. Eine Freundin ist am Telefon, sie kommt am Wochenende …